2008 Burhave

Alljährlich führt die Jugendfeuerwehr eine Sommerfahrt durch, die bekanntlich in der ersten Ferienwoche ihren Platz gefunden hat. Dieses Jahr ging es nach Burhave, aber nicht alleine. Andere Jugendfeuerwehren begleiteten uns in diesem Jahr an die Nordsee.

Der Abfahrtstag war der 12.07.08, es war ein Samstag und das Vorausteam traf sich zu früher Stunde um die letzten Sachen einzupacken und ein letztes mal eine Bestandaufnahme zu machen. Nach einer kurzweiligen Fahrt erreichten wir den Campingplatz in Burhave, der für die nächsten Acht Tage unser Zuhause werden sollte. Nach kurzem Warten vor der Schranke und kurzer Einweisung begann das Spektakel. Mehrere Zelte aufzubauen, darunter das neue Küchenzelt, sollte für die nächsten Stunden unsere Aufgabe werden. Das „leichte Lüftchen“ das bekanntlich an der Nordsee wehte machte uns dabei den Aufbau auch nicht leichter. Nachdem wir ein Zelt durch das „Lüftchen“ fast verloren und wir die Zelte im Boden fest befestigt hatten, befassten sich die Achimer Jugendlichen mit ihren Jurten und deren Aufbau.
Durch gelegentliche Schauer ließ sich das Vorausteam aber nicht abbringen die Jurten aufzubauen, auch wenn dies nicht jedermanns Geschmack war. Das Eintreffen des Restes der Achimer beschleunigte die Arbeiten nicht unbedingt, das rumwuseln zwischen den Aufbau Maßnahmen hielt die Jugendlichen noch lange auf Trab. Aber nachdem auch die letzte der Vier Jurten aufgebaut war, hielt nichts mehr die Jugendlichen davon ab sich den Nachmittag frei zu nehmen und sich im Fußball sowie Volleyball zu betätigen. Die erste Mahlzeit an diesem Tag war das Abendbrot das in geselliger Runde aller Feuerwehren im Essenszelt zu sich genommen wurde. Nach dieser letzten Mahlzeit des Tages beschäftigte die Jugendlichen sich wieder mit Volleyball und Fußball und versuchten mit anderen Feuerwehren dabei Kontakt zu knüpfen. Die Achimer benutzten den späten Abend dazu sich in Geselliger Runde mit Kartenspielen zu beschäftigen oder sich bettfertig zu machen.
Der zweite Tag begann für die meisten des Zeltlagers leicht frierend. Trotz nebensächlicher Müdigkeit schafften es alle rechtzeitig zum Frühstück zu erscheinen und so konnte der Tag auch beginnen. Zum Frühstück gab es Brötchen mit den verschiedensten Belegen. Nach dieser ersten Mahlzeit des Tages verteilten sich die Feuerwehren wieder. Die einen beschäftigten sich mit dem Fußball, die anderen mit Volleyball spielen, wiederum andere saßen einfach nur da und beobachteten das geschehen. Die warme Mahlzeit vom Mittag wurde auf den Abend verlegt und daher begnügten sich die Jugendlichen mit Salaten und Broten um die Mittagszeit rum. Nach dem Essen wurde durch unseren Hamster das Volleyball Turnier eröffnet und damit eine neue spiel Möglichkeiten geschaffen. Die Verschiedenen Mannschaften spielten nach zwei Gewinn Sätzen gegen einander. Achim stellte hierbei zwei Mannschaften die sich erfolgreich gegen ihre Gegner behaupten konnte. Parallel begann das „Mörderspiel“, dass zur Mittagszeit schon erläutert wurde. Vier Mörder versuchen hierbei unbemerkt Leute zu „töten“, jedoch kann er dies nicht tun wenn sich die Jugendlichen in Gruppen befinden. Die „Lebenden“ können bei verdacht in Gruppen die „Mörder“ anklagen, sollten sie falsch liegen sind sie „tot“. Dieses Sozialpädagogische Spiel das dafür sorgen soll dass die Jugendlichen sich nicht alleine vom Gelände entfernen, das nebenbei auch noch eine Menge Spaß macht, erreichte am Abend seinen Höhepunkt als fast alle Jugendlichen der Feuerwehr Achim und Bierden tot waren und systematisch die Überlebenden von den Mördern gejagt wurden. Das Abendbrot entpuppte sich als Herausforderung für jeden Magen und jedem Gaumen, das jedoch nicht an der Qualität des Essens lag, die nebenbei hervorragend war, sondern an den verschiedenen Soßen die gespickt waren mit Chili. Nach dieser Herausforderung wurde der Abend wieder in kleineren Gruppen beendet.
Der dritte Tag überraschte uns mit einem blauen Himmel, aber nicht nur das war an diesem Tag besonders, auch ein Geburtstagskind war unter uns. Sein Name war Jannik Olsson. Aber sonst war erst einmal alles wie jeden Morgen, zum Frühstück gab es Brötchen und niemand wollte als erstes den Essenstisch verlassen, da diesem Kandidaten die Aufgabe des Tisch abwischen in die Hände fiel. Dieser Montag wurde anschließend noch für die Austragung der letzten Volleyball spiele genutzt. Natürlich wie erwartet war das Gewinnerteam aus Achim. Aber nicht wie erwartet mit lockerem Abstand gewonnen, wie die vorigen Spiele, sondern kämpferisch bis zum Ende gespielt und das Finale gegen eine Betreuer Mannschaft gewonnen, die mit drei Achimer Betreuer ausgestattet war. Des Weiteren kam das Mörder-Spiel zu einem Ergebnis, wobei die Mörder siegten. Obwohl es zum Ende des Spieles noch zu gewissen Differenzen kam die zwischen den Mördern und deren Opfern die einfach nicht Sterben wollten. Der Abend wurde mit dem Abendessen begonnen und mit einem Film beendet, der den Jugendlichen im Essenszelt auf einer Leinwand vorgespielt wurde.
Es war ein Dienstag der unser vierte Tag werden sollte, im inzwischen schon heimischen Zeltlager. Dieser Tag war für die Achimer und Oytener ein guter Tag, denn ihren Nachmittag sollten sie im Hallenbad von Tossens verbringen. Die Einzelnen Feuerwehren waren zuvor in zwei Gruppen eingeteilt wurden, wobei die eine am Montag zum schwimmen fahren sollten und die anderen am Dienstag. Das Schwimmparadies das von den Achimer Jugendlichen schon vor einigen Jahren in Anspruch genommen wurde hatte sich nur wenig verändert und überzeugte wieder durch seine Vielfalt. Kaputt und gut gelaunt verließen wir am Abend das Bad wieder und fuhren wieder zum Zeltplatz. Zu Später Stunde wurde das Essenszelt wieder zum Kinosaal umfunktioniert und die Jugendlichen verbrachten die letzten Stunden vorm schlafen gehen mit dem gucken eines Filmes.
Der fünfte Tag, der sich etwas bewölkt und mit kleinen schauern zeigte, begann ziemlich entspannt, manch einer vermisste dabei das weck Programm von Paul. Der Vormittag war für das Völkerball Turnier frei gehalten, dass wieder unter der Leitung von unserem Hamster zu einem Erfolg wurde. Dabei schlugen sich die Achimer hervorragend und machten den ersten. Beim darauf folgenden Mittagessen gab es Brot und Salate, denn am Abend wurde Gegrillt. Der Anlass warum dies geschah, war der Besuchertag an dem die Eltern die Möglichkeit hatten mal zu sehen wie wir hausen. Das Essen ging bis zu später Stunde, daher war das darauf folgende Programm das Bett fertig machen.
Am nächsten Tag, es war der sechste der Sommerfahrt, machte das Wetter was es wollte. Mal überraschte es uns mit Sonne, die aber nur einige Minuten gegen die Wolken bestehen konnte. Dominiert wurde das Wetter von kleinen schauern die immer mal wieder vorbei schauten. Am Vormittag wurden manche Jugendliche zum Krabbenpulen abkommandiert. Nachdem dann auch die letzten Krabben nach gepult wurden, da die ersten ihre Arbeit bei dieser Aufgabe nicht ganz so gut machten, wurde Mittag gegessen. Zum essen gab es Bratkartoffeln und Rührei. Nach dem täglichen Kaffee und Kuchen ging es für die Achimer in die Stadt. Dort kauften sich die Jugendlichen nicht nur Bonbons, sondern deckten sich auch mit Wasserpistolen ein. Die auch sogleich zum Einsatz kamen. Der Abend wurde noch mit einem Film beendet.
Der sechste und damit letzter voller Tag wurde für einen unser Betreuer zu einem schlimmen. Nachdem wir ihm am Vorabend unseren Plan unterbreiteten, er aber nicht wusste dass es dabei um ihn ginge und er sogleich noch ein paar fiese Tipps gab, ahnte er nichts und weckte uns am nächsten Tag sogar noch. Was ihm zu dieser Zeit sicher geholfen hätte, wäre die Information gewesen das unter seiner Matratze schon die Bänder zum fesseln bereit lagen. Den restlichen Tag verbrachten die Jugendlichen in Bremerhaven. Dort gab es auch eine Tour durch den Hafen, jedoch interessierte dass die wenigsten, da nämlich durch die warme Luft an Bord alle ganz schläfrig wurden. Auch ein bekanntes Restaurant dessen Namen aus Urheberrechtlichen Gründen nicht genannt werden darf, wurde von den Jugendlichen schnell und zielstrebig gefunden. Zum Abendbrot gab es dann Hot Dogs, die genauso schnell weg warten wie sie auf den Teller kamen.
Der achte und damit letzter Tag begann noch recht entspannt, es waren zwar vereinzelt Wolken zu sehen, aber so schlimm würde es schon nicht werden dachten sich alle. Nach dem Frühstück ging es dann los, aber nicht nur mit dem Abbauen, sondern auch mit dem schweren Regen der uns bis zur Abfahrt nicht weniger werden sollte. Völlig durchnässt und fertig, waren alle Feuerwehren am frühen Nachmittag mit dem Abbauen fertig und machten sich anschließend auf den Weg nach Hause. Zuhause Angekommen war es aber noch nicht vorbei. Im Feuerwehrhaus hieß es erst einmal anpacken und den LKW ausladen und Zelte aufhängen.

Im Abschluss ist zu sagen dass die Sommerfahrt wieder ein Erlebnis war, dass schlechte Wetter jedoch an manchen Tagen zu lange Weile führte. Es gab zwar vereinzelt Differenzen zwischen den Feuerwehren aber am Ende haben sich doch alle wieder verstanden. Auch die Betreuer hielten mehr oder weniger durch und ertrugen uns, wobei auch nicht die Küche vergessen werden darf die Tag für Tag führ unser Leibliches wohl sorgte. Im Allen eine Gelungene Fahrt mit der ein oder anderen Tücke.

Bilder: