2007 Potzwenden

In diesem Jahr haben wir unsere alljährliche Sommerfahrt in Potzwenden verbracht. Das 14. Kreiszeltlager, das vom 21. Juli bis zum 28. Juli 2007 ging, hatte viele Überraschungen zu bieten, auch wenn diese oft nicht fröhlicher Natur waren, hatten wir alle viel Spaß.
Das Kreiszeltlager begann für ein paar wenige schon am Donnerstag, den 19 Juli. Das Vorausteam, das aus fünf Jugendlichen und zwei Betreuern bestand, machte sich am Nachmittag auf den Weg in den Harz. Zuvor waren jedoch noch kleinere Kleinigkeiten einzupacken und denn Anhänger anzuspannen. Die Fahrt, welche wir in drei Stunden hinter uns ließen, war nach der Ankunft in Potzwenden schnell verflogen. Denn hier begann die erste anstrengende Etappe, die durch Zelte schleppen und aufbauen begleitet wurde, die Tatsache das das Zeltlager auf einem Berg stattfand, machte uns das tragen nicht viel einfacher. Nicht nur wir gingen dabei an unsere Grenzen, auch die Fahrzeuge hatten schwer zu kämpfen mit dem immer steiler werdenden Anstieg. Wir befreiten unseren Platz vom Laub und bauten im Laufe des Abends nicht nur unser Zelt auf sondern auch das große Veranstaltungszelt.
Der zweite Tag unseres Vorausteams begann etwas verspätet aber doch mit guter Laune. Nach dem morgendlichen Kaffe hatten dann auch die letzten den etwas wenigeren Schlaf verkraftet und erblühten wieder zu neuer Höchstleistung beim Zelte aufbauen. Der Tag wurde jedoch auch von vereinzelten Regenschauern begleitet, was uns dazu veranlasste Gräben und Ablaufrinnen zu Budeln und die Zelte für ein plötzlichen Regen zu schützen. Die leichten Schauer hatten zwar eine solche Maßnahme nicht verdient, jedoch wurden diese Maßnahmen in den nächsten Tagen zur letzten Rettung.
Der weitere Verlauf des Tages wurde noch durch Feuerwehrholz suchen und durch das notwendige Ausheben einer Feuergrube ergänzt. Dem stressigen Tag folgte ein entspannter Abend den die Betreuer und Jugendlichen am Lagerfeuer ausklingen ließen.
Der erste reguläre Tag des Kreiszeltlagers begann für uns wieder etwas verspätet. Nachdem wir uns alle ein letztes Mal alleine Waschen und Duschen konnten und das Essen auch verputzt hatten, wurden wir schon etwas verspätet von unseren Mitzeltern begrüßt. Der Großteil unserer Feuerwehr die mit auf dieses Kreiszeltlager kamen, fand erst am Samstag zu uns, zum eigentlichen Beginn des Lagers. Sie erkundeten neugierig die Gegend und machten sich auf Wunsch unseres Jugendwartes auf die Suche nach Feuerwehrholz, da sie auch noch etwas zu tun haben sollten. Das Abendessen bekamen wir am Abend im Kreise der Mit zeltenden Feuerwehren. In den vergangenen Tagen hatten wir aufgrund der frühen Anreise die selbst Verpflegung vorziehen müssen, da auch die Küche erst am Samstagabend öffnete. Im Laufe des Tages zogen sich die Wolken immer dichter zusammen und ein Regenschauer, der die ganze Nacht dauern sollte war unabdingbar.


Der zweite Tag führte das Motto des Vortages brav weiter, Regen. Es gab zwar auch vereinzelt einen kleinen Hoffnungsschimmer  auf Besserung, doch dieser wurde mit anschließendem Regen sofort aus den Köpfen verbannt. Am Nachmittag schien es nach Besserung und es begann der Orientierungsmarsch. Nach einer Stunde quälendem warten durften auch wir uns auf den Weg machen, doch wie es zu erwarten war folgte dem Warten der Regen und der Marsch, der unsere Freizeit füllen sollte, nahm ein abruptes Ende. Manch einer nutzte aber auch die Zeit zwischen den Schauern für eine Runde Baden im Pool. Obwohl die Wassertemperatur im Pool nicht gerade angenehm war, versuchten es trotzdem manche. Der Abend gestaltete sich durch gesellschaftliches zusammen Sitzen und das Betrachten des neu entzündeten Lagerfeuers, das ein wenig Wärme in den trüben Tag brachte.


Der dritte Tag des Lagers auf Kreisebene begann, wie jeden Morgen, mit dem Frühstück, jedoch verlief er nicht wie immer. Unser Zeltdorf, das „7 Zwergedorf“, verbrachte den Tag mit einer Tagesfahrt. Das erste Ziel war für uns ein Spaßbad, das durch eine Rutsche die die Zeit maß, wie lange man von oben bis unten braucht, und damit eine magische Anziehung auf uns entwickelte. Des Weiteren besuchten wir die Sommerrodelbahn in St. Andreasberg, die durch ihre Kurven puren Nervenkitzel versprach und auch lieferte. Das Gefühl jeden Moment rausfliegen zu können, wenn man nicht rechtzeitig die Bremse drücken würde, reizte die meisten von uns. An diesem Tag riss es glücklicherweise niemanden aus der Bahn, jedoch hatte dieses Ziel unser Coach Paul schon vor sechs Jahren erreicht. Das dritte Ziel war die Ruhmequelle. Sie ist die größte Trinkwasserquelle Europas und löste, durch ihre grünlich wirkende Wasserfarbe und das umgebene Ambiente, eine anziehende Wirkung auf jeden von uns aus. Das letzte Ziel war für diesen Tag die Stadt Duderstadt, die manche Überraschungen für uns bereithielt, auch wenn diese nicht erfreulich waren, aber nicht weiter erwähnt werden sollten. Als alle mit dem Bus wieder im Zeltlager ankamen gab es das verpasste Abendessen. Den restlichen Abend verbrachte jeder mit seinen Interessen, entweder beim Lagerfeuer, beim Fußballspielen oder einfach nur beim Zuhören der „Potzwendener Superstars“. Jedoch wurde auch dieser Abend durch Regen begleitet.

Der vierte Tag unserer Sommerfahrt begann ganz normal, zu essen gab es Brötchen und die Wachen kontrollierten gewissenhaft unsere Lagerausweise. Für den Vormittag war ein Volleyball Turnier geplant, welches unter der Führung von Matthias Oetjen stand. Wir hatten das erste Spiel zu bestreiten und um unsere Entschlossenheit auf den Sieg zu demonstrieren zogen wir auch unsere neuen Trikots der Jugendfeuerwehr Achim an. Diese wurden vom Förderverein unserer Feuerwehr gesponsert und wir möchten uns an dieser Stelle noch einmal recht herzlich dafür bedanken. Unsere Taktik, die nur auf Sieg getrimmt war, ging auf und wir entschieden ein Spiel nach dem anderen für uns. Im letzten Spiel welches wir gegen die Jugendfeuerwehr Westen bestritten, wurde es noch einmal spannend. Doch unser Team bewies eine unglaubliche Nervenstärke und konnte einen frühen Rückstand glanzvoll aufholen und gewann letztlich die Partie mit einem soliden Punktestand von 20 zu 18. Am Abend gab es noch eine Veranstaltung, die die Aufmerksamkeit von uns allen erregte. Die Veranstaltung zielte darauf hinaus den besten Jugendwart des Zeltlagers zu finden und zu küren.
Eine Stunde vor Beginn der Abstimmung fingen wir an unseren Coach Paul mit Sack und Pack zu Schmücken. Das Kostüm unseres Jugendwartes wurde, wie zuvor beschlossen, dem Motto angepasst und daher ein Zwerg. Mit improvisierten Bart und Zipfelmütze fuhren wir ihn stolz auf einem Karren zum Veranstaltungszelt, wo er auch mit großem Applaus empfangen wurde. Jedoch war die zusammengesetzte Jury, die aus Zuschauern bestand, zum größten Teil durch Barme bestimmt und vertrat damit nicht die Vorstellung die das Publikum besaß von dem besten Jugendwart. Aber wie sollte es anders kommen unser Paul kam nur unter die besten neun. Gewinner wurde natürlich die Jugendwartin von Barme. Nach dem enttäuschenden Ergebnis und dem feiern unseres Coach Paul machten wir uns auf den Weg zu unseren Zelten und verbrachten den weiteren Abend mit Kickern und dem Anzünden des Feuers, welches sich an diesem Abend zu einer Herausforderung für uns herausstellte.


Der fünfte Tag unseres Lagers war zur Abwechslung mal ein Regen freier Tag. Am Vormittag gab es ein Hockey Turnier. Das erste Spiel bestritten wir gegen Bierden und ging, trotz unseres großen Siegeswillen, leider verloren. Jedoch fegten wir bei den anschließenden Spielen unsere Gegner Eiskalt und meist mit einem guten Ergebnis vom Platz. Ein Kunststück gelang unserem Außenstürmer Christoph, der einen hohen Ball vom Torwart mit einem prachtvollen Volleyschuss im Tor des Gegners unterbrachte. Zu diesem Tor des Jahres viel den Gegnern nichts anderes ein, als den Mund, vor Erstaunen, offen zu lassen und zu staunen. Die Hockey-Arena bebte und alle feierten das Tor mit Sprechchören und Parolen. Pünktlich zum Abendessen kam dann auch unser Besuch aus Achim an. Unsere Eltern und Freunde brachten Kuchen mit, der nach dem eigentlichem Essen sofort verspeist wurde. Des Weiteren wurde an diesem Tag die Miss. Zeltlager sowie der Mister. Zeltlager gesucht.
Zur Abendvorstellung Meldeten wir unseren lustigen Jannik Ditzfeld an, der immer einen coolen Spruch auf den Lippen hat. Vor der Vorstellung fingen wir damit an ihn zu Schminken und zu verkleiden. Das Endergebnis verblüffte. Janike wie wir ihn anschließend nannten sah verdammt nach einem Mädchen aus, dass nicht nur durch denn BH sondern auch durch die Hochhakigen Schuhe zum Ausdruck kam. Nach einem langen Wettstreit war es dann zu später Stunde soweit, Janike stand im Finale und sobald er die Bühne betrat, stürmte tobender Applaus Richtung Bühne. Unter vielen Pfiffen und Buh-Rufen wurde aber leider verkündet das Janike nur den zweiten Platz errungen hat. Obwohl den meisten der Wettkampf nicht ganz sauber vorkam, feierten wir trotzdem unseren Helden Janike, der in Gesang sowie Limbo-Tanzen sein können demonstriert hatte. Der Abend zog sich jedoch noch weiter in die Länge, weil wir diese Nacht Nachtwache verrichten mussten. Unser Dienst der von 23 Uhr bis 5 Uhr morgens ging, haben jedoch nach viel Langeweile und großer Müdigkeit alle gut überstanden. Alle haben sich daraufhin vorgenommen am nächsten Tag ein wenig schlaff nachzuholen.


Der sechste Tag des Kreiszeltlagers begann sonnig, was sich auch den ganzen Tag nicht ändern sollte. Nach dem Frühstück begann das Brennball Turnier. Mit dem Drang zu gewinnen und weiter zu kommen gingen wir ins Spiel. Unsere Glückssträhne hielt jedoch nur für die ersten Spiele an. Das letzte Spiel verloren wir. Aber trotzdem hatten alle viel Spaß an der Sache und waren auch nicht al zu traurig da wir im Volleyball schon weiter gekommen waren. Der Nachmittag verlief ereignislos, jedoch kam der Abend ja auch erst noch. Am Abend fand unser Lagerabend statt. Eingeladene Gäste und verschiedene Gruppen der Feuerwehren begleiteten denn Abend mit Sketchen und den vorausgegangenen Reden. Aber der Abend hatte noch mehr zu bieten, um null Uhr machten wir uns auf denn weg. Der Ori-Marsch gehört seit den ersten Kreiszeltlagern dazu und durfte auch dieses Mal nicht fehlen. Obwohl viele lieber gar nicht erst gestartet wären, hielten alle denn Orientierungsmarsch durch und begaben sich gegen drei Uhr in Richtung Bett.


Der siebte Tag und damit auch der Vorletzte Tag des Zeltlagers auf Kreisebene begann mit einem kleinen Regenschauer. Als alle unpünktlich und völlig verschlafen, von der letzten Nacht, zum Essen antraten suchten die meisten nur den Weg zum Kaffee um ihre Müdigkeit zu besiegen. Am Nachmittag ging es mit den Final spielen los. Wir kamen zuvor durch unsere Glanzleistung im Volleyball weiter und mussten somit an diesem Tag noch drei Spiele im Volleyball bestreiten. Zwei von diesen Spielen gewannen wir, eins nicht. Trotz einer Niederlage spielten wir im Anschluss noch mit den Polen. Sie gewannen mit 40 zu 16. Am Abend gab es auch noch ein wenig Party im Großen Zelt, mit guter Musik und jeder Menge guter Laune Rockten wir noch in den letzten Abend, und wer damit nicht Zufrieden war spielte noch eine Runde Volleyball oder ließ sich die Füße vom Lagerfeuer wärmen.


Der letzte Tag des Kreiszeltlagers begann wieder schleppend, noch kaputt von der Vergangenen Woche gingen wir Müde zum Morgendlichen Waschen und Frühstücken, bevor die Arbeit wieder beginnen sollte. Nach dem Essen packten wir unsere Taschen und begannen die Kisten einzuräumen und die Zelte abzubauen. Was jedoch aufgrund der Wetterlage sich als ziemlich schwierig erwies. Über Nacht hatte es begonnen zu Regnen und der völlig durchweichte Boden ließ ein einpacken ohne die Zelte dabei in den Matsch zu legen unmöglich. Nachdem wir alle Jurten abgebaut hatten und die Taschen in den Bus geladen hatten, fuhren die Busfahrer los. Das Vorausteam hatte jetzt noch die Aufgabe unser SG40 abzubauen und die letzten Kisten zu verstauen, grade noch rechtzeitig bevor der nächste Regenschauer begann. Nach letzter Kontrolle auf vergessene Sachen fuhren auch wir los. Unsere Rückfahrt erstreckte sich über 3 Stunden. Wieder zuhause angekommen hangen wir die Zelte zum Trocknen auf und räumten die Autos aus.

 

Bilder: